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Google Fonts in eine Website einbinden

Google-Fonts lokal einbinden

Google-Fonts lokal einbindenMit Schriften ist das im Internet so eine Sache: Nicht alles, was auf Deinem Rechner gut aussieht, kommt auch auf anderen PCs so an, wie Du Dir das vorstellst.

Wenn Du für Deine Website eine exotische Schriftart verwendest, so wird diese nur auf den Rechnern angezeigt, auf denen diese Schrift auch installiert ist.

Für alle anderen Besucher Deiner Website ist diese Schrift nicht sichtbar – Der Browser wird auf eine andere installierte Schriftart zurückgreifen, was im Zweifel das ganze Layout Deiner Website „zerschießen“ kann.

Eine Übersicht der gängigsten Schriftarten findest Du auf Webmasterpro. Der Artikel ist zwar schon etwas älter, aber er zeigt doch deutlich, wie wenige Schriften eine weite Verbreitung haben.

Und was nun? Websites künftig nur noch mit Arial, Helvetica und Verdana gestalten? Mit einer Brise Times New Roman und Courier gewürzt?

Keine Sorge – Es gibt eine Alternative, die es erlaubt, auch weniger gängige Schriften so in eine Website einzubinden, dass sie in allen Browsern gleich angezeigt wird. Diese Alternative sind die Google Fonts.

Unter den Google Fonts findest Du aktuell rund 940 Schriftarten. Diese lassen sich nach den verschiedensten Kriterien filtern. Bei dieser großen Auswahl an Schriften ist wirklich für jeden Anlass und jeden Geschmack etwas dabei.

Und das beste: Die Schriften können nicht nur im Web verwendet werden sondern auch in fast jeder Anwendung auf Deinem PC, die auf Schriftarten zurückgreift.

Was mir besonders gut gefällt: Man kann in der Übersicht einen eigenen Vorschautext eingeben und kann so direkt sehen, wie die ausgewählte Schriftart wirkt.

Vorsicht: Die Suche nach einer passenden Schriftart kann ein ziemlicher Zeiträuber werden, weil es so viel Spaß macht 🙂

Ich habe eine Schrift gefunden – Und wie kriege ich die jetzt in meine Website?

Anmerkung: Nach Inkraft treten der DSGVO ist es bisher nicht abschließend geklärt, ob Google Fonts direkt über Google eingebunden werden dürfen. Die gängige Empfehlung lautet, die Schriften besser lokal einzubinden. Daher habe ich diesen Blogbeitrag ab hier überarbeitet.

Google Webfonts Helper

Damit Du die Schriftart, die Dir gefällt lokal installieren kannst benötigst Du die Schriftart in verschiedenen Dateiformaten und musst diese dann über CSS einbinden.

Das klingt aber viel komplizierter als es ist, dafür gibt es nämlich ein tolles Tool, dass Dir alles zur Verfügung stellst, was Du benötigst, den Google Webfonts Helper.

Schriftart auswählen

Wenn Du diesen aufrufst kannst Du links oben die von Dir gewünschte Schriftart eingeben. Nahezu alle Google-Schriftarten sind hier verfügbar.

Im zweiten Schritt wählst Du dann aus, in welchem Format Du die Schrift verwenden möchtest. In der Regel empfielt es sich, die Schriften mindestens in „regular“, „300“ (für feine Schrift) und „700“ (für Fettschrift) auszuwählen.

Screenshot der Styles-Auswahl im Google Webfonts Helper

CSS in Dein Theme einfügen

Der Webfonts Helper bietet Dir einen Code an, den Du in Deine Custom CSS einpflegen kannst.

Ich würde Dir empfehlen, die Schriften in einen eigenen Ordner „fonts“ auf der Hauptebene Deiner WordPress-Installation anzulegen (dazu gleich mehr).

Wenn Du dieser Empfehlung folgst, dann solltest Du den Pfad unter den CSS-Angaben auf „/fonts“ abändern (also die beiden .. davor löschen).

Screenshot der Ordern-Auswahl für die Schriften

Wenn Du ein Child-Theme nutzt, dann füge den Code aus dieser Sektion in die style.css Deines Themes ein.

Alternativ kannst Du diesen Code auch unter „Design“ -> „Customizer“ in die Custom CSS Deines Themes einfügen.

Schrift herunterladen

Nun kannst Du die Schriftarten als ZIP-Datei herunterladen durch Klick auf den Button unter „Download Files“.

Screenshot des Download-Buttons für Schriften im Webfonts Helper

Damit hast Du es fast geschafft.

Schrift-Dateien auf den Webspace hochladen

Nun musst Du Dich nur noch per FTP auf Deinen Webspace einwählen. Wie das funktioniert habe ich in meinem Blogbeitrag zum Video- und Audio-Upload einmal ausführlicher erklärt.

Jetzt legst Du einen neuen Ordner „fonts“ an. Bitte achte auf die Kleinschreibung, sonst funktioniert der CSS-Code, den Du nach der Anleitung oben eingefügt hast, nicht.

Entpacke die ZIP-Datei, die Du vom Webfonts-Helper heruntergeladen hast und lade die Dateien, die sich in dieser Datei befinden (nicht den Ordner selbst) direkt in Deinen Ordner „fonts“ hoch. Die Struktur auf Deinem Webspace sollte jetzt so aussehen:

Screenshot aus Filezilla für die Datei-Struktur im Schriftenordner

Damit hast Du die neue Schrift in Deine Website fertig eingebunden.

Laden der Google Fonts direkt von Google unterdrücken

Manche Themes sind so programmiert, dass Sie Google Fonts direkt vom Google-Server herunterladen. Mit Inkrafttreten der DSGVO haben zwar manche Themes einen Option eingeführt, das Laden von Google Fonts zu unterdrücken, aber leider nicht alle.

Wenn Dein Theme diese Funktion nicht bietet empfehle ich die Installation des Plugins „Disable and Remove Google Fonts“.

Das Plugin musst Du nur aktivieren – dann kümmert es sich automatisch darum, dass Google Fonts nicht mehr direkt vom Google Server abgerufen werden.

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Schriften verwenden

Um die neue Schriftart auch zu verwenden fehlt noch ein letzter Schritt: Du musst die Schrift noch den entsprechenden Elementen (z.B. Inhalt, Überschriften, etc.) zuordnen.

Auch hierfür ist ein kleiner Eingriff in das Stylesheet erforderlich. Die Schrift definierst Du im CSS wie folgt:

font-family: ‚Schriftart‘, serif;

„serif“ oder „sans-serif“ geben dabei an, welche Schrift angezeigt werden soll, wenn die vorgegebene Schrift aus welchem Grund auch immer nicht angezeigt werden soll: „serif“ wählt dann eine Schrift mit serifen (z.B. Times New Roman oder Courier), sans-serif zeigt serifenlose Schriften an (z.B. Arial oder Helvetica).

Willst Du z.B. die Überschriften Deiner Website alle mit der neuen Schriftart anzeigen lassen, trage in der style.css Deines Child-Themes (bzw. im Bereich Custom CSS) folgendes ein:

h1, h2, h3, h4, h5, h6 {font-family: ‚Schriftart‘, serif;}

Es würde an dieser Stelle etwas zu weit führen zu erläutern, wie man jedes einzelne Element auf der Website mit der korrekten Schriftart definiert. CSS-Kenntnisse sind dafür schon recht hilfreich.

Wenn Du noch Fragen zum Thema hast beantworte ich Dir diese gern hier im Blog. Nutze dafür einfach die Kommentarfunktion.

Kommentare

12 Kommentare zu „Google Fonts in eine Website einbinden“

  1. Vielen Dank für diesen Artikel. Wenn ich es richtig mache, hab ich jetzt ein Problem weniger.
    LG Sylvia

    1. Hallo Sylvia,
      ich freue mich, wenn der Artikel hilfreich war. Und wenn irgend etwas nicht funktionieren sollte, gern noch einmal nachfragen.

      Viele Grüße
      Michaela Steidl

  2. Ernest

    Ich weiß das ist ein älterer Beitrag aber auf Grund der neuen EU – DSGVO soll man Google Fonts auf den eigenen Server speichern und in das Theme einbauen. Für mich die Frage wie kann ich das richtig erledigen? Geht das auch mit einem Plugin oder muss man das manuel machen?

  3. Frank

    Hi Michaela,

    schau dir doch mal https://de.wordpress.org/plugins/avatar-privacy/ an. Ich gebe hier darum meine Mail-Adresse nicht an, weil sie – obwohl NICHT auf gravatar.com registriert dennoch dort in md5-gehashter Form geloggt und somit recherchierbar wird.
    Das entspricht zum einen nicht der DSGVO (bzgl. ungefragtem Durchreichen der IP-Adresse eines jeden Besuchers an secure.gravatar.com) und zum andern werden insbesondere Kommentatoren tasächlich kompromittiert, da die Logfiles Auskunft darüber geben, welche E-Mailadresse auf welchen Blogs Kommentare abgegeben hat. Falls dir das paranoid vorkommt, empfehle ich den Patriot Act zur Lektüre. Automattic muss hier auf Verlangen Zutritt gewähren.

    Wenn man also die Gravatare unbedingt haben will, ist die Kompromittierung der eigenen Kommentatoren nicht zu verhindern (es sei denn, man würde einen Proxy-Server mit anderer IP nutzen und die Avatargrafik-Dateinamen umschreiben), was übrigens o.g. Plugin auch nicht leistet. Dann sollte man aber doch wenigstens nicht die IP-Adressen der Leser durchreichen – dazu ist das Plugin ganz nützlich.

    Das IP-Durchreichen tritt auch auch Emojis zu. Da kannst du dir mit https://wordpress.org/plugins/wp-local-emoji/ helfen.

    Schöner Artikel!

    1. Hallo Frank,

      Du hast mich voll erwischt 🙂

      Auf diesem Blog war der Gravatar seit Mai 2018 deaktiviert. Und just gestern habe ich ihn wieder aktiviert, weil ich die Funktion für meine Autorenbox brauchte und ich den Gravatar insgesamt auch einfach gut finde. Mir ist bewusst, dass das nach der DSGVO eine Grauzone ist ( zumindest habe ich noch nirgends eine wirklich belastbare Aussage eines Juristen gefunden, die besagt, dass er NICHT verwendet werden darf – da gibt’s ja noch einiges im Rahmen der DSGVO … ). Schließlich bleibt es jedem Nutzer vorbehalten, ob er hier kommentiert oder nicht. Thomas Schwenke z.B. nutzt den Gravatar auch auf seinem eigenen Blog.

      Meinen Kunden würde ich die Aktivierung nicht empfehlen. auf meinem eigenen Blog wollte ich das Risiko eingehen. Aber: Ich weise in der DSE (noch) nicht darauf hin, und das ist definitiv nicht okay. Das wird schnellstmöglich geändert. Danke für den Schubser 🙂

      Ich werde aber auch direkt das von Dir empfohlene Plugin installiertn – das kannte ich bisher noch nicht.

      IP-Adressen werden hier von Kommentatoren übrigens nicht gespeichert – diese Funktion ist unterdrückt.

      Herzliche Grüße
      Michaela

    2. Hallo Frank! Was genau meinst Du mit „(es sei denn, man würde einen Proxy-Server mit anderer IP nutzen und die Avatargrafik-Dateinamen umschreiben)“? Die Übermittlung eines MD5-Hashes der Mail-Adresse an Gravatar.com ist tatsächlich nicht zu verhindern, wenn man Gravatare einsetzen will, denn das ist nun einmal die API für die Zuordnung des Gravatars zu einer E-Mail-Adresse. Mit Avatar Privacy geschieht dies allerdings allerdings nach einer expliziten Zustimmung und am Backend, d.h. die MD5-Hashes werden nicht veröffentlicht.

      Richtung Client werden ausschließlich am eigenen Server gecachte Bilder ausgeliefert, deren Dateinamen einen SHA256-Hash mit Salt enthalten. Einer Zuordnung über Server-Grenzen hinaus ist mit diesem Hash-Wert nicht möglich (Über eine Bildersuche natürlich schon.)

      1. Danke für Deine Anmerkungen Pepe 🙂

  4. Hallo Michaela, da hast Du genau den richtigen Nerv bei mir getroffen. Aber css und co.. Ne, da lasse ich mal die Finger von. Da habe ich mir schon mal meinen Blog zerschossen. (fast). Schade… ich würde glatt ein Plugin nehmen. Aber Danke für diesen tollen Artikel. Herzliche Grüße, elke

    1. Hallo Elke,
      eine ordentliche Datensicherung vor einer solchen Aktion beruhigt ungemein, und dann kann man sich auch mal ans CSS rantrauen 🙂

      Aber: Wenn Du Dich da selbst nicht rantraust, Ich biete da natürlich auch Unterstützung an. Melde Dich einfach, wenn Du Hilfe benötigst.

      Herzliche Grüße
      Michaela

  5. Angelika

    Danke für diesen tollen Artikel! Ich hätte noch eine Frage: was, wenn meine Lieblingsschrift nicht bei Google Fonts ist? Mein Fonts wäre Playlist Script und ich benutze Elementor. Geht das auch oder nur mit Elementor Pro? Herzlichen Dank für deine Hilfe! Liebe Grüße

    1. Hallo Angelika, grundsätzlich kannst Du jede Schrift lokal in Deine Seite laden. Voraussetzung: Du hast dafür eine Lizenz, dies Schrift auch im Web zu nutzen (manche Schriften darf man nur für Print-Produkte einsetzen – das muss auf jeden Fall geprüft werden).

      Elementor Pro hat damit nichts zu tun. Der nutzt die Schriften, die ihm zur Verfügung stehen – egal, ob lokal geladen oder über einen externen Dienst 😉

      Ich hoffe, das hilft Dir weiter?

      Herzliche Grüße
      Michaela

      1. Angelika

        Lieben Dank für die Antwort! Dann schau ich mal, ob ich das hinbekomme 😉 Liebe Grüße

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